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Thai 'Visa-Run' nach Kawthoung in Myanmar
 
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                                                                                      Karte von Südostasien

Der burmesische Kontrollposten
der Immigration am Dschungelrand
auf einer Insel ist auf Stelzen gebaut
 
 
Wie herrlich einfach ist doch im südlichen Ranong die Erneuerung der Aufenthaltsbewilligung für Thailand! Der Grund liegt darin, dass die burmesische Stadt Kawthoung gleich in Sichtweite auf der anderen Seite der breiten Kra Flussmündung liegt. Für uns ist Kawthoung aber nicht nur einfach ein bequemer Ort für einen schnellen Thai „Visa Run“. Seit Wochen bedeutet er für uns viel mehr und ist inzwischen zu einer verheissungsvollen Destination geworden. Es ist nämlich genau dort, wo uns die burmesischen Behörden nach Wochen einer zeitraubenden Bürokratie die temporäre Einreise nach Myanmar mit unserem LandCruiser endlich bewilligten. Dass es dann vorderhand doch (noch) nicht dazu kam, hat verschiedene Gründe:
 
Einmal verlegte Myanmar die bereits gut gesprochene Bewilligung beim Umzug im November 2005 ihrer Hauptstadt von Yangon – dem früheren Rangoon – nach Pyinmana; dann stellte sich bei unseren Abklärungen heraus, dass es weder eine Fähre noch einen Frachter und auch keinen zu mietenden Ponton von der thailändischen Seite in Ranong zum burmesischen Flussufer gibt, die unser Auto hätten hinüber transportieren können – einzige Möglichkeit wäre die Umleitung des wöchentlich aus Yangon kommenden Versorgungsschiffes der ‚Myanma Five Star Line’ gewesen, was aber immense Kosten für das Pilotieren, Andocken und auch für den Umweg mit sich gebracht hätte; ferner stellte das Myanmar-Verteidigungsministerium kurz vor unserem festgesetzten Einreisedatum nochmals eine neue, für uns recht schwierige Bedingung, nämlich die Einreichung eines detaillierten Tagesetappenplans für den ganzen Monat unserer Reise. Nach all diesen immer wieder neuen Verzögerungen war es dann schlussendlich unser ganz persönlicher Entscheid und Wunsch, dieses schöne Land nicht in der unmittelbar bevorstehenden Regenzeit zu bereisen, sondern die gute Saison ab November abzuwarten. Trotzdem nimmt dann aber Kawthoung für uns doch noch unerwartet Formen und Farben an, als wir uns zu unserem „Visa-Run“ aufmachen:
 

Burmesische Pagoden
grüssen von der Ferne
 
 
 

Blick vom Pagoden-Hügel
auf Kawthoung
 
Die thailändische Haupt-Immigration in Ranong öffnet punkt 08.30 Uhr gerade ihre Tore, als wir dort vorfahren. Wir sind die ersten Touristen am Schalter, um den Ausgangsstempel zu holen. Noch ist keines der speziellen „Visa-Run“-Büsschen eingetroffen, die täglich von weit her – von Feriendestinationen wie das 300 km südlich liegende Phuket – Ladungen von Touristen durchlotsen. Nun taucht natürlich die Frage auf, warum denn dieses „Visa-Run-Theater“? Zur ‚einfacheren’ Verlängerung der monatlichen oder dreimonatlichen (je nach Visumstyp) Thai-Aufenthaltsbewilligung hat sich herausgestellt, dass ein ‚schneller’ Besuch in einem Nachbarland von Thailand bequemer und vielfach auch günstiger ist, als das sonst erforderliche mühsame Bürokratie-Prozedere. So hat sich entlang der Thai-Burma-Grenze in den entsprechenden Grenzorten ein richtiger ‚Markt’ dafür entwickelt, da Myanmar für einen Kurzbesuch nur US$5 pro Person verlangt, hingegen Kambodscha US$20 und Laos sogar US$30 (die Wiedereinreise bzw. Rückkehr nach Thailand ist ja für die meisten Länder gratis). Der freundliche Thai-Grenzbeamte bewilligt uns, unseren LandCruiser auf dem bewachten Areal zu parkieren. Dann ziehen wir in der bereits lähmenden Morgenhitze zu Fuss zum 700m entfernten ‚Burma-Pier’ los, wo die bunten ‚Langschwanzboote’ nach Myanmar auslaufen. Die Passagiere an dieser geschäftigen Bootsanlegestelle sind praktisch ausnahmslos Einheimische, entweder Thai oder Burmesen. Es geht überraschend zivilisiert und organisiert zu und her. Nachdem wir uns die hartnäckigen Schlepper erst einmal vom Hals geschafft haben, können wir dann entspannt und in aller Ruhe das rege, bunte Treiben der landenden und abfahrenden Boote geniessen, wo sich immer wieder weitere dazwischen quetschen, ungeachtet der Verluste. Ab und zu versucht man wieder, uns in eines der Boote zu locken.
 
 
Irgendwann treffen wir dann unsere Wahl. Für eine Einfachfahrt bezahlen wir 50 Bath (knappe 1½ US$) pro Person. Obschon aber der Dieselmotor schon längst ohrenbetäubend knattert, dauert es zum Auslaufen noch ein ganzes Weilchen. Man versucht immer noch, weitere Gäste zu „fischen“. Aber dann ist es soweit: Wir rattern los, vorbei an verwitterten, langbeinigen Stelzenhäusern, die das Ufer säumen, und an goldenen, übermannshohen Buddha-Statuen. An einem der Stelzenhäuser mitten auf dem Wasser legen wir nach kurzer Zeit bereits wieder an. Es ist die Thai-Immigration-Nach- bzw. Vorkontrolle. Unser junger Bootsgehilfe kraxelt mit den zuvor eingesammelten Pässen die robuste Baumstammleiter hoch und dann heisst es warten und nochmals etwas warten unter einer erbarmungslos brennenden Sonne, denn gleichzeitig werden mit uns mindestens nochmals ein halbes Dutzend Boote abgefertigt. Spätestens jetzt sind wir mehr als froh, dass wir uns unter den bunten Schirm flüchten können, den uns unser Bootsjunge in die Hände drückte.
 
        
Warten auf Käufer      
in Kawthoung     
 

Ein Bus entlädt Gepäck
an einer Strassenecke
 
Nach rund zehn Minuten geht es dann wieder weiter, und nach weiteren 20 Minuten entspannter Fahrt begrüsst uns bereits die burmesische Flagge der Immigration, die an einem nicht weniger abenteuerlich anmutenden Stelzenhaus am Dschungelrand auf einer Insel weht. Unter den strengen Augen der burmesischen Beamten, die von ihrer schattigen Veranda aus das emsige Geschehen aufmerksam beobachten, legen wir erneut an. Im Gegensatz zu anderen Wartenden, werden wir aber nicht nach Schmuggelgut durchsucht. Wieder verschwindet unser Bootsjunge mit dem Stapel Pässe, kommt aber bald darauf wieder zurück mit unseren beiden 5-Dollarnoten in der Hand, die wir ihm zur Bezahlung des Dreitagesvisums übergeben haben. Angeblich wurden sie zurückgewiesen, weil sie nicht einwandfrei sauber sind. Aber natürlich können wir auch in Thai-Bath bezahlen, je 300 pro Person, was aber dann etwa 7½ Dollars entspricht! Eine andere Idee, etwas Kleingeld zu verdienen!
 
 

 

 
Dann tuckern wir die letzten paar Hundert Meter der herrlichen Kulisse des burmesischen Festlandes entgegen. In Kawthoung, das sich malerisch zwischen Hügel und Meer schmiegt, holen wir uns beim Zollhäuschen am Pier als erstes den burmesischen Ausgangsstempel, denn wir haben nicht vor, die drei erlaubten Tage in diesem kleinen Städtchen zu verbringen. Kaum setzen wir Fuss auf festen Boden, werden wir von einem schmächtigen Halbwüchsigen mit „Apotheke“ und „Viagra“ angequatscht. Amüsiert winken wir ab. Anscheinend steht dieses begehrte „Kraft-Pülverchen“ auch auf der Einkaufsliste einiger „Farang“, wie hier die Weissen genannt werden! Uns interessiert eigentlich nur der Rum – einer unserer bevorzugten Drinks –, den wir immer mit verschiedenen Fruchtsäften zu unseren täglichen Aperos mixen. Wir kaufen vier Flaschen zu je 80 US-Cents, und eine Flasche burmesisches Bier, und verstauen alles in unseren kleinen Rucksack.
 

Kinder aus Kawthoung
posieren für ein Foto

Die glockenförmigen goldigen
Pagoden sind charakteristisch
für Myanmar
 
Es ist schön, wieder einmal ein bisschen Myanmar Luft zu schnuppern. Es ist das zweite Mal – das erste Mal war es im Jahre 1975 auf einem einwöchigen Kurzbesuch – , dass wir mit Faszination die glockenförmigen goldenen Pagoden bestaunen, die so charakteristisch für dieses Land sind und die überall auf grünen Hügeln grüssen. Dann die ruhigen Burmesen in ihrem traditionellen Wickelrock, genannt „Longyi“, bestehend aus einem Stück Stoff, welches von Männern und Frauen um die Hüfte gewickelt wird – nur der Knoten ist verschieden, und die mit „Thanaka“ – einer beigen Paste aus Sandelholz, die wirksam gegen Sonnenbrand sein soll – oft kunstvoll bestrichenen Gesichter von Jung und Alt. Nicht zuletzt sind auch die Mönch-Novizen, die hier dunkelrote und weniger leuchtende Roben als in Thailand tragen, immer wieder ein fremdartiger Anblick. Es stimmt zwar, was uns andere „Visa-Runner“ sagten: In Kawthoung liegt bedeutend mehr Abfall herum als in Thailand. Trotzdem finden wir den Ort sehr interessant, sehr bunt und sehr lebendig. Und würde uns die brennende Sonne nicht fast „töten“, würde unsere Besichtigungstour bestimmt weit ausgedehnter ausfallen.
 
 
 
 
So steigen wir gute vier Stunden später wieder in ein rustikales Langschwanzboot mit Ziel Thailand und sind wiederum die einzigen „Farang“. Irgendwie verzögert sich die Abfahrt mit gezieltem Warten auf jemanden immer wieder, und es herrscht eine spürbare Nervosität und Hektik unter den anwesenden Passagieren. Endlich trifft dann die Person - ein junger Mann - ein. Sofort entnimmt unser Boy einem Plastiksack einen Stapel Personalausweise und beginnt ihre Fotos mit dem Gesicht des Neuankömmlings zu vergleichen. Rasch trifft er seine Wahl und verstaut dann den Rest in der hinteren Tasche seiner abgenutzten Hosen. Mit viel aufgeregtem Geplapper geht es dann endlich los. Als erstes laufen wir wieder die „wilde“ anmutende Immigrationsstation der Burmesen an. Die Nervosität der beiden Hauptbeteiligten steigt. Doch nichts passiert und wir fahren weiter. Kaum sind wir ausser Sichtweite, beginnt der Bootsjunge den besagten Passagier mit einer scharfen Klinge die Bartstoppeln abzurasieren – wirklich professionell. Und noch lange bevor wir zum thailändischen ersten Kontrollposten manövrieren - eine Art schwimmender Polizei-, Zoll- und Immigrations-Posten gleichzeitig – versorgt er die Klinge wieder fein säuberlich in ein Stück Seidenpapier.
 
 

Eine der wunderschönen Pagoden-Nischen

Der traditionelle Wickelrock der Burmesen, genannt „Longyi“
 
Wie wird die Kontrolle bei diesem kritischsten Checkpoint ausgehen? Wir sind selbst gespannt wie ein Pfeilbogen, vor allem, als ein resoluter Beamter zu uns aufs Boot steigt und beginnt, jede einzelne Passfotos mit dem Gesicht des Passagiers minutiös zu vergleichen. Ehrlich, sogar wir verspüren dabei ein gewisses „Kribbeln“ in den Fingern, obschon uns die Sache im Grunde genommen überhaupt nichts angeht. Doch wieder läuft alles erstaunlich reibungslos ab. Hingegen werden wir plötzlich aufgefordert, unseren kleinen Rucksack zu öffnen. Pech für ihn - wir führen nur die erlaubte Quantität Alkohol mit! Dann folgt der letzte thailändische Nachkontrollposten auf dem Wasser. Ein letztes Bangen – doch wiederum ist das Glück auf der Seite des frisch rasierten jungen Mannes. Wenig später dreht unser Boot eine spezielle Runde und legt bei einer baufälligen Hütte an, wo er dann endgültig im Gebüsch verschwindet. Und da soll man uns weise machen wollen, dass hier alles korrekt abgelaufen ist! Gemäss einer kürzlichen Studie der „Bangkok Post“ figuriert Thailand nicht grundlos als führendes Land auf der Liste des Menschenschmuggels.
 
 
 
 
 
Wenig später sind wir wieder zurück am ‚Burma-Pier’ im thailändischen Ranong. Müde von unserer Erkundungstour nehmen wir uns diesmal ein vorbeifahrendes ‚Tuk Tuk’ für den Rückweg zur Hauptimmigration, wo wir ordnungsgemäss das übliche Einreiseformular ausfüllen müssen und dann einen weiteren Monat Aufenthaltserlaubnis kriegen. Ja, so einfach und auch so abenteuerlich kann ein „Visa-Run“ nach Burma sein! Zwei Visitkarten stecken inzwischen unter unserem Scheibenwischer mit dem kurzen Vermerk: „Bitte besuchen Sie uns mal!“ Gerade, als wir wegfahren wollen, werden wir noch Zeuge, wie rund ein Dutzend frisch erwischte illegale Grenzgänger mit Handschellen und aneinandergekettet aus einem Gefängniswagen steigen. Offensichtlich war ihnen ihr Glück heute weniger hold als unserem glattrasierten Passagier!
 

Das Angebot an Früchten auf
dem Strassenmarkt lässt nichts
zu wünschen übrig
 

Das Gesicht dieses Kindes ist mit „Thanaka“ bestrichen - einer beigen Paste aus Sandelholz, die gegen Sonnenbrand schützen soll
 
Erst sind wir nun mal hungrig und durstig und steuern als erstes unseren luftigen Mittagsplatz auf dem „Khao Nives“-Aussichtshügel an, wo immer eine angenehme Brise weht und uns das dichte Blätterdach der stattlichen Tropenbäume immer wunderbaren Schatten spendet. Wie üblich mixen wir uns wieder unseren zur Tradition gewordenen erfrischenden Rumdrink zum Apero. Anschliessend verpflegen wir uns mit pikanter Chiliwurst, Käse, hart gekochten Eiern und Pickles und freuen uns so richtig über unseren heutigen erlebnisreichen „Visa-Run“-Ausflug nach Burma und vor allem auch über den kleinen Vorrat an günstig erstandenem Rum. Wie wohl das burmesische Bier schmeckt? Erwartungsvoll läuft Emil ums Auto herum, um die Flasche aus unserem Rucksack zu fischen, den wir auf seinem Führersitz deponiert haben. „Das Fenster-Schutzgitter liegt am Boden“, höre ich ihn aufgeregt rufen. „Unser Rucksack ist weg“. Beide erfassen sofort, was geschehen ist. „Hast Du die Pässe und das Geld rausgenommen und was war sonst noch alles drin?“ Plötzlich arbeitet es in unseren Köpfen wie wild. Immerhin kann ich Emil insofern sofort beruhigen, dass ich sowohl die Pässe wie auch das Geld nach der Haupt-Immigration gleich wieder an seinen angestammten Platz in unsere Dokumententasche versorgte.
 
 
 
Somit muss sich der Dieb mit den vier Flaschen billigen Burma-Rums und einer Flasche Bier zufrieden geben, nebst einigen exotischen burmesischen Banknoten, die sich Emil in Kawthoung für seine umfassende Sammlung fremdländischen Geldes besorgt hatte. Später vermissen wir allerdings dann auch noch das Nähetui, und wer weiss, was mit der Zeit noch alles als verlustig zutage kommen wird, bzw. was heute seinen Eigentümer gewechselt hat. Der Schaden ist ja gering, doch der Schreck ob der Unverfrorenheit, uns zu beklauen, während wir unmittelbar auf der anderen Autoseite friedlich picknicken, sitzt noch lange fest und gibt uns wirklich zu denken. Dieselbe Kaltblütigkeit ist uns nämlich zuvor in unseren 21 Reisejahren nur ein einziges Mal passiert: Es war in Ouagadougou im afrikanischen Burkina Faso. Gleichzeitig ärgern wir uns aber speziell auch über uns selbst, über unsere eigene Fahrlässigkeit und nehmen uns den festen Vorsatz, in Zukunft wieder mehr Vorsicht walten zu lassen und uns gegen ein vermeintliches Sicherheitsgefühl mit allen Mitteln zu wehren. Hier sind wir nämlich wieder in das Fahrwasser der totalen Vertrauensseligkeit gesegelt und haben uns nicht einmal mehr die Mühe genommen, die Sicherheitsschlösser an den Schutzgittern anzubringen und die Türen abzuschliessen, wie wir es normalerweise immer tun – auch wenn wir uns nur auf der anderen Seite aufhalten. Somit haben wir dem Dieb grosszügig in die Hand gespielt. Unsere Lektion haben wir aber daraus wieder gelernt, nämlich, dass es immer dann passiert, wenn man sich in grösster Sicherheit wiegt.

Ein genialer Kochherd: Man
nehme einen Eimer und füllt
ihn mit Zement, wobei man
die Brennöffnung und den
Rauchabzug ausspart

Eine Schneiderin in einer Seitenstrasse
 
 
So endet unser „Visa Run“-Tag in mancher Hinsicht ziemlich abenteuerlich und auch sehr aufregend. Für jene, die nicht viel für Unvorhergesehenes übrig haben und eher einen bequemen, aber natürlich auch etwas langweiligeren Weg vorziehen, gibt es immer die einfache Möglichkeit durch den Andaman-Club, der rund 12 km ausserhalb von Ranong Stadt gelegen ist. Hier liegt alles beisammen und ist durchorganisiert: Hier kriegt man den thailändischen Ausgangsstempel; hier kann man anschliessend in ein komfortables, gedecktes Passagierboot einsteigen, das einem zur burmesischen Insel mit dem luxuriösen Andaman-Hotel bringt. Dort wird man bei Ankunft von einer reizenden Hostess begrüsst, die einem den Weg durch die burmesische Immigration weist, wo die Pässe zu deponieren und 650 Bath für das burmesische Visum und die Schiffspassage zu bezahlen sind.
 
Die Mönche in Kawthoung
tragen dunkelrote Roben
 
Dann besteigt man den bereitstehenden komfortablen Bus zum grossen Hotelkomplex, wo man an jeder Ecke von eleganten Stewards begrüsst wird und wo alles auf Hochglanz poliert ist und einen exklusiven Eindruck vermittelt: Springbrunnen, Garten, Pool, Restaurant mit Superaussicht, Golf, Strand, Souvenirladen. Ja, sogar ein Kasino ist vorhanden, wo im Parterre jedermann an einarmigen Banditen sein Glücksspiel versuchen kann (im „richtigen“ Spielkasino muss man dann allerdings Mitglied sein. Die Jahres-Mitgliedschaft kostet 10'000 Bath = US$250). Nach anderthalb Stunden Freizeit wird man wieder zum Pier zurück chauffiert. Dort erhält man den Pass mit dem burmesischen Eingangsstempel zurück und steigt erneut in das Passagierboot für die Rückkehr nach Thailand. Bei der Immigration im Andaman-Club füllt man dann das obligate Eintrittsformular aus und kriegt darnach einen weiteren Monat Aufenthaltsbewilligung in den Pass gestempelt. Ja, wir haben auch diese sterile Variante ausprobiert. Aber sie passt nicht in unsere Art, zu reisen!
 
Das Eingangstor zur
goldenen  Pagode
in Kawthoung