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- PNG-Karte
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- Pazifik-Karte
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- letzte Foto: 18. Oktober 2010
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Die Lutheran Kirche in
- Goroka hat Pazifik Charakter
- und passt wunderbar in den
- einfachen lokalen Baustil
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Rundhütten, typisch für die
- Eastern Highlands, kommen in Sicht,
- als wir von Goroka gegen den
- 2450m hohen Daulo Pass fahren .....
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..... in ihrer Struktur erinnern
- sie uns an Afrika
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- Die Goroka Kulturschau ist mit einem eindrücklichen Finale zu Ende gegangen. Für uns
heisst es jetzt, eine Entscheidung zu fällen: Entweder wir dringen weiter in das Hochland
vor und nehmen die 175km von Goroka bis Mt. Hagen in Angriff. Dabei sollen die rund
30km vor und nach Kundiawa in einem haarsträubendem Zustand sein und der 2450m hohe
Daulo Pass muss mit unseren neuen, jedoch zu schwachen Benzinpumpen überquert werden,
abgesehen von einer 20%-igen Chance eines möglichen Überfalls. Oder wir kehren zur
Verschiffung nach Lae zurück. Das Handtuch zu werfen, wäre wirklich hart und gehört
eigentlich nicht zu unserer Philosophie! Zufällig treffen wir im Bird of Paradise Hotel
Shirley und Dwayne von der Trans Niugini Tours wieder, die uns vor einem Monat bei der
Mount Hagen Kulturschau so wunderbar betreuten. Als wir uns über unsere
Unentschlossenheit unterhalten, macht uns Dwayne spontan den Vorschlag, uns in zwei Tagen
einem seiner Tourbusse anzuschliessen. Warum nicht? Wenn auch das Konvoi-Fahren gar nicht
unsere Sache ist, so gibt es uns doch zumindest eine vermeintliche Sicherheit, sei es auch
nur psychologisch, oder dass unser LandCruiser im unglücklichsten Moment am
unglücklichsten Ort streikt.
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Nach dem Daulo Pass (in Richtung
- Kundiawa) werden entlang der Strasse
- Zuckerfrüchte für 2 Kina (= 0.60)
- das Bündel verkauft. Es ist eine Art
- Passionsfrucht, schmeckt aber viel süsser
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Frauen vom Paiyaguanda Dorf,
- das auf der Strecke von Mount Hagen
- zum Kumul-Pass liegt, haben ihre
- frischen Gartenprodukte ausgebreitet
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Eine Frau vom Paiyaguanda
- Dorf verkauft Maiskolben an ihrem
- behelfsmässigen Stand
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Auf dem Hochland an der
- Grenze zwischen der Enga und der
- Western Highlands Provinz wird
- ein Bündel Karrotten für 2 Kina
- (= 0.60) verkauft .....
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.. es gibt aber auch
- Broccoli und Kohl aus dem eigenen
- Gemüsegarten
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.. und Kartoffeln
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- Wegen unserer langsamen Fahrweise und auch, um unser Tempo selber bestimmen zu können,
ziehen wir eine Stunde vorher los und haben die steile Passhöhe bereits ohne Autoprobeme
überquert, als uns der Bus einholt. Auch die Weiterfahrt ist nicht vom Konvoi-Fahren
geprägt. Mal sind Fahrer und Führer irgendwo hinter uns, mal vor uns, wobei sie dann
irgendwo wieder auf uns warten. Es ist einfach gut und beruhigend zu wissen, dass sie im
Notfall da sind Telefonverbindung haben wir ja. Gottlob trifft dann dieser Notfall
nicht ein und wir schaffen die Strecke bis Mt. Hagen, die normalerweise in 4 Std.
zurückgelegt wird, in 5½ Std. Allerdings sehen wir von der propagierten spektakulären
Sicht wenig, da sich eine dicke Nebeldecke hartnäckig über das Tal wölbt. Aber wir
müssen ja ohnehin dieselbe Strecke wieder zurückfahren.
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Gemüsegärten sind ein lebens-
- wichtiger Teil eines Heims. Hier im
- Dorf Paiyaguanda, westlich von
- Mt. Hagen, an der Strasse
- zum Kumul-Pass
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Auf der Strasse von Mt. Hagen
- zum Kumul Pass in der Enga Provinz
- kleben die typischen Rundhütten oft
- an steilen Hängen; hier auf einer
- Höhe von ca. 2'000m
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Ein Grüppchen strohbedeckter
- Hütten, versteckt hinter tropischem
- Grün, zwischen Mt. Hagen und
- dem Kumul Pass
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- Das Lutheran Guesthouse, wo wir einchecken, ist irgendwie heruntergewirtschaftet
eine Enttäuschung nach den guten Erfahrungen, die wir in Lae, Madang und Goroka in den
Lutheran-Häusern machten. Am nächsten Morgen sind wir bereits unterwegs zur rd. 40km
entfernten Kumul Lodge in der Enga Provinz ein spezieller Ort, um Paradiesvögel
aus nächster Nähe zu beobachten. Unerwartet klettert die gute Strasse weiter, von
1500m auf 2860m Höhe, vorbei an Kohl-, Karrotten-, Broccoli und
Kartoffelfeldern, die eingebettet zwischen den typischen Strohhütten-Siedlungen liegen.
Kurz vor dem Ziel passieren wir den Kontrollposten der Enga-Provinz und werden von den
Diensthabenden enthusiastisch willkommen geheissen und in ein kleines Gespräch
verwickelt. An der Provinzgrenze hört aber auch die gute Strassenoberfläche auf. Einen
Kilometer weiter erreichen wir aber schon den Kumul Pass und somit auch die Lodge. Wir
sind überrascht, eine Art alpine Graslandschaft vorzufinden mit Teppichen von Lupinen,
die am Strassenrand blühen.
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Die Strasse von Mt. Hagen in
- den Western Highlands zum Kumul-
- Pass in der Enga Provinz steigt von
- 1'500 bis 2'860m Höhe
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Zwei Lausbuben
- posieren hinter unserem
- LandCruiser für ein Foto
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Die Vegetation auf dem
- Kumul-Pass auf 2860m Höhe ist
- fast alpin. Teppiche von
- Lupinen blühen am Wegesrand
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Sicht von der Kumul Lodge
- in der Enga Provinz auf den
- Berg Mount Hagen
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Unser LandCruiser steht auf dem
- Parkplatz der Kumul Lodge, die von
- dichtem tropischen Wald umgeben ist .....
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.. beim Steigen des Nebels
- ist er besonders stimmungsvoll
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- Überraschenderweise herrscht aber rund um die Kumul-Lodge auf 2860m Höhe wieder
dichter Urwald. Vom Moment an, wo wir auf der Veranda des traditionell gebauten
Hauptgebäudes stehen, wo Naturfasern die Nägel und Schrauben ersetzten, wissen wir, dass
wir an einem speziellen Ort angelangt sind. Worte sind nicht genug, um unser emotionelles
Gefühl zu beschreiben, als die ersten Paradiesvögel angeflogen kommen und sich am nur
rund drei Meter entfernten mossbedeckten Futterplatz auf Augenhöhe niederlassen, um sich
an den reifen Papaya-und Ananas-Schnitzen gütlich zu tun. Am grössten ist die
Begeisterung beim Anblick des Männchens der Schmalschwanz-Paradieselster einem
pechschwarzen Paradiesvogel mit zwei riesigen weissen Schwanzfedern und türkisfarbenem
Gesicht, sowie des braunen Schmalschwanz-Paradieshopfs. Aber auch der
Kurzschwanz-Paradigalla mit seinem gelb umrandeten Auge, dessen Farbe auf rot
wechselt, wenn er aufgeregt ist (steigen des Blutdrucks!), der Brehms Tiger
Papagei mit seinem gemächlichen Wesen, der Belfordhonigfresser und der
winzige Bergamadine (eine Finkenart) erfreuen uns mit ihrer Präsenz.
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- Männchen des Schmalschwanz-Paradieselster-Paradiesvogels (Astrapia
mayeri):
- Er ist der Star der vier Paradies-Vogelarten, welche den Futterplatz der Kumul-Lodge
aufsuchen. Mit seinen langen weissen
- Schwanzfedern, seinem pechschwarzen Körper und seinen türkisfarbenen Flecken um seinen
Kopf sieht er fabelhaft aus
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- Nie hätten wir uns träumen lassen, dass wir einige dieser herrlichen Paradies-Vögel
so nah zu Gesicht bekommen werden, und dass es sie tatsächlich in freier Wildnis noch
gibt. Es soll aber Jahre gedauert haben, bis sie ihre Scheu überwanden und nun
regelmässig diesen Futterplatz aufsuchen. PNG ist wirklich the land of the
unexpected, wie es auch gerne genannt wird. Wir haben für zwei Nächte ein
Budgetzimmer für Kina 156 (= 46) die Nacht gebucht. Aus den zwei
Nächten werden dann drei, nachdem uns der Eigentümer der Lodge noch eine Gratisnacht in
einem luxuriösen Bungalow offeriert. Was wir dort vor allem schätzen sind der
elektrische Ofen und die Bettheizung, denn es wird auf dieser Höhe nachts ganz
empfindlich kalt. Der dritte Tag fällt zufällig auf meinen Geburtstag. Diesen speziellen
Tag an diesem herrlichen Ort, der zugleich auch als das höchst gelegene Hotel PNGs
gilt, feiern zu dürfen, ist das schönstes Geschenk!
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- Gelb, blau rot alle Arten von Blumen blühen rund um die Kumul Lodge
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- Weibchen des Schmalschwanz-Paradieselster-Paradiesvogels (Astrapia
mayeri)
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- Es ist lange her, seit wir einen Ort so wehmütig verlassen wie die Kumul Lodge, wo wir
gleichzeitig auch am Wendepunkt unserer PNG-Reise angelangt sind. Weiter in das
landschaftlich interessante Gebiet der Enga Provinz oder die benachbarte Südprovinz
vordringen wollen wir wegen der steigenden Überfall-Gefahr nicht. Die Chance soll etwa
bei 50% liegen. Ein gut ausgebautes Mobilfunknetz hat viele Vorteile, jedoch auch
Nachteile: So kommunizieren heute die Raskols auch mit Handys untereinander,
und ein voll beladenes Auto wie das unsrige fällt in den Dörfern schnell einmal auf.
Deshalb kehren wir in das uns vertraute Mt. Hagen und die Gastfreundschaft der Menschen
der Trans Niugini Tours zurück. Nachdem dort zurzeit alle Wohnungen der Belegschaft
besetzt sind, offeriert uns Shirley, eine gebürtige Südafrikanerin, spontan ihre eigene
und zieht für eine Woche zu ihrem Freund Chris. Wir revanchieren uns damit, dass ich
während unseres Aufenthaltes für sie und Dwayne, dem Operationsmanager aus Swaziland,
das Mittagessen zubereite. Erinnerungen werden wach an Georgtown in Guyana, wo wir im Haus von Suresh, dem trinidadischen
Generalmanager der dortigen Toyota-Vertretung, wochenlang wohnen durften. Auch er konnte
sich darauf verlassen, dass wir uns punkt 12 Uhr an den gedeckten Tisch setzen konnten.
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- Die Vielfalt an zarten Blumen, die auf der 2'860m hohen Kumul Passhöhe blüht, ist
erstaunlich
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Kurzschwanz-Paradigalla
- (Paradigalla brevicauda). Das Gelb,
- welches das Auge des Vogels
- einrahmt, heisst: Ich bin friedlich .....
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.. wechselt es wegen
- steigendem Blutdruck auf rot
- heisst es: Ich bin wütend!
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Der Brehms Tiger Papagei
- (Psittacella brehmii) ist ein häufiger
- Besucher des Kumul Lodge Futter-
- platzes. In seiner gemächlichen Art
- lässt er sich kaum von etwas stören
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- Wir dürfen dann noch weitere zehn Tage im eingezäunten Gelände hinter den hohen
Mauern verbringen, nachdem nach einer Woche eine der Angestellten-Wohnungen frei wird.
Habt Ihr schon gehört, was letzte Nacht passiert ist?, fragt uns Dwayne eines
morgens und erzählt gleich, dass ihr mit leeren Dieselfässern hoch beladener Lastwagen
auf dem Weg nach Lae mit Waffengewalt aufgehalten und gestohlen wurde der ganze
Lastwagen! Seltsamerweise wusste dann die vom Fahrer alarmierte Polizei auch gleich, wo zu
suchen. Der Lastwagen tauchte dann auch wirklich im besagten Dorf auf, natürlich leer,
ohne die Dieselfässer. Und natürlich wollte die Polizei für den Tip honoriert werden.
Ja, das ist auch eine Seite PNGs! Nicht auszudenken, wenn uns sowas passierte
alle auf dem Computer gespeicherten Unterlagen unserer Reise (zusammen mit den
Sicherheitskopien) wären weg.
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- Von Beeren, zu Orchideen, zu Kelchblumen alles wächst rund um die
Kumul Lodge
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- Nach diesem Vorfall liegt uns die Rückfahrt von Mount Hagen nach Lae nicht weniger auf
dem Magen. Einmal mehr hoffen wir, dass unsere Schutzengel Überstunden leisten werden. Am
14. Oktober ist es dann soweit: Wir verabschieden uns von den liebgewonnen Menschen
von Bob, Shirley, Pauline (Dwayne ist auf einer Salomon-Insel am Tauchen) und der
einheimischen Crew. Und natürlich auch von Max, dem roten Kater, der mir immer
auflauerte, um zu seinen Streicheleinheiten zu kommen. Die knapp 500km bis zur Hafenstadt
Lae wollen wir in drei Etappen bewältigen: Mt. Hagen-Goroka; Goroka-Kainantu;
Kainantu-Lae. Für normale Fahrer ist es eine Tagesetappe, wir benötigten 14
Fahrstunden dafür.
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- Schmalschwanz-Paradieshopf-Paradiesvogel (Epimachus meyeri):
- Im dichten Waldgeäst der Kumul Lodge ist der Schmalschwanz-Paradieshopf
getarnt
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- Die vorbeiziehende Berglandschaft ist diesmal offen und wunderschön und bringt uns in
Hochstimmung, so dass sich unsere anfängliche Anspannung schon nach wenigen Kilometern
verflüchtigt sogar soweit, dass wir bedenkenlos eine Picknick-Pause neben der
Strasse einschalten, was einen weissen Autofahrer prompt zum Anhalten bewegt, um sich zu
erkundigen, ob bei uns alles OK sei. Ein junges Geschwister-Paar von einer nahen Hütte
kommt zu Besuch. Wir kaufen den beiden ein selbstgeflochtenes Kränzchen aus gelben und
roten Blumen ab, und einer alten Frau, die einen schwer beladenen Bilum
ein Einkaufsnetz trägt und beim Vorbeilaufen schnell den Kopf in unser Autofenster
steckt, drücken wir nebst einem Semmel ein paar Kinas in die Hand. Sie ist darüber so
erfreut, dass sie mir als Dank die ganze Hand abküsst.
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- Auf unserem Waldspaziergang entdecken wir ausschlagende Farne und Moostaschen an
Baumstämmen.
- Sogar auf dem Holzklötzen beginnen sie wieder zu spriessen
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Fast nicht sichtbar ist die winzige
- Bergamadine (Oreostruthus fuliginosus),
- die auf dem Futterplatz der Kumul Lodge
- auch noch nach Fressbarem sucht
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Ein junger Pardiesvogel (???)
- schätzt erst die Lage ab, bevor er
- sich zum Futterplatz begibt
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Der Belfordhonigfresser
- (Melidectes belfordi) ist auch ein
- regelmässiger Besucher
- der Kumul Lodge
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- Einmal wird es uns doch etwas mulmig, als plötzlich eine Sperre mit Steinen und
Autoreifen auftaucht: Nun erwischt es uns doch noch!, murmeln wir. Emil macht
bereits Anstalten zum Wenden,als uns ein Mann am Strassenrand zuruft: Keine Sorge,
einige Anwohner reparieren gerade die Strasse und wollen dafür etwas Geld kassieren. Gebt
ihnen zwei Kina (0.60), dann sind sie zufrieden!. Und so ist es auch.
Reparieren heisst hier übrigens, dass Anwohner die tiefen Löcher mit Steinen auffüllen,
und in der Chimbu-Provinz gibt es unzählige. Sicher spielt die erwartete Entschädigung
bei der Motivierung die Hauptrolle. Und dabei sollen alle Provinzen von der
Zentralregierung denselben Betrag für den Strassenunterhalt erhalten! Nur bei gewissen
reicht er halt nicht weit!
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Farnbäume sind im
- tropischen Wald weit verbreitet
- und immer ein exotischer Anblick
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Beim genauen Hinschauen
- entdecken wir wunderbare Pflanzen,
- welche die Natur produziert
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Ein markanter Strauch
- sucht sich den Weg ans Licht
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Ein Märchenwald mit
- seinen verschlungenen moss-
- bedeckten Aesten und
- Emil mitten drin stehend
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Ein winziger roter Punkt
- in all dem Dschungelgrün: Ein
- zartes Blumenglöckchen
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Liliana sucht den Vogel,
- der uns mit seinem
- exotischen Gesang erfreut
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- Goroka empfängt uns grau in grau; es regnet. Wir parkieren beim teuersten Stadthotel,
dem Bird of Paradise, wo wir uns für eine Nacht einen Zimmerrabatt erhoffen
und vom Manager auch sofort kriegen. Einzige Auflage: Er will für sein Hotel-Magazin ein
Foto mit seiner Belegschaft vor unserem LandCruiser. Kein Problem! Im selben Moment
spricht uns Serej, eine Schweizerin, an und offeriert uns spontan ihr Gästezimmer.
Hotelzimmer oder persönliche Unterkunft? Es ist für uns keine Frage, sind doch
Begegnungen immer eine Bereicherung in unserem Reiseleben. Serej und ihr Mann Manuel
arbeiten beim Papua New Guinea Institute of Medical Reserachund erzählen uns
einiges über ihre Tätigkeit und auch, dass sie schon an ihrem zweiten Tag in PGN
überfallen wurden! Heute lachen sie darüber. Es wird ein netter Abend, und beim Abschied
am nächsten Morgen geben uns die beiden noch spontan eine Schweizer Lindt Milch-Mandel
Schokolade mit auf den Weg. Diese wollen wir uns für einen speziellen Anlass aufheben.
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Shirley und Dwayne, unsere
- neuen Freunde aus Südafrika bzw.
- Swasiland, die bei Trans Niugini
- Tours in Mount Hagen arbeiten und
- manchen Ball ins Rollen brachten
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Die freundlichen Gesichter
- des Teams der Trans Niugini Tours
- in Mount Hagen versammeln sich
- vor unserem LandCruiser
- für ein Abschiedsfoto
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Liliana nimmt Abschied von
- Max, dem Kater des Trans Niugini
- Teams, der immer nach Streichel-
- einheiten Ausschau hielt
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- Das Wetter hat sich während der Nacht aufgeklärt. Aufsteigende Nebelschwaden und
schneeweisse Wolkengrüppchen über den Bergspitzen begleiten uns auf unserer nächsten
und kurzen Tagesetappe nach Kainantu und versetzen die Landschaft in eine mystische
Stimmung. Das einzige, was uns auf dieser schönen Fahrt belastet ist, dass genau auf
dieser Strecke das gefürchtete Kompri-Tal liegt, wo die meisten Überfälle stattfinden.
Aber das Glück verlässt uns auch in unseren letzten Tagen in PNG nicht. Ausser einigen
aggressiven Stimmen, die uns nachrufen, durchqueren wir das berüchtigte Tal ohne
Zwischenfälle und sind am Mittag bereits im sicheren Ukarumpa, wo wir schon auf der
Hinreise einen Zwischenhalt einschalteten. Auffallend war aber, dass bei zwei kleinen
Strassenbaustellen jeweils ein bewaffneter Polizist stand, damit die bei den Rotlichtern
wartenden Autos nicht belästigt, d.h. ausgeraubt werden.
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Ein Geschwisterpaar besucht
- uns als wir bei unserem Abstieg vom
- 2478m hohen Daulo Pass am Strassen-
- rand für ein Picknick anhalten .....
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.. eine alte Frau erscheint
- ebenfalls an unserem Autofenster. Wir
- geben ihr 2 Kina. Sie ist so erfreut,
- dass sie Liliana die ganze Hand abküsst
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.. ein Schäflein ist auch
- neugierig und beobachtet uns
- scheu durch die Grasbüschel
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Einsam und allein steht diese
- einfache Hütte aus Buschmaterialien in
- einer Waldrodung beim Daulo Pass
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Man kann kaum näher
- am Himmel wohnen!
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Von Goroka nach Henganofi
- verläuft die Hochlandstrasse durch eine
- kahle und trockene Berglandschaft
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- Nach einer erholsamen Nacht im ruhigen Gästehaus des Summer Instituts of
Linguistic (SIL) übrigens das sauberste Gästehaus in PNG! geht es zu
unserer letzten Etappe unserer PNG-Reise zurück zur noch 200km entfernten
Hafenstadt Lae zur Verschiffung unseres LandCruisers. Während der ganzen Fahrt fühle ich
einen Klotz im Hals. Uns beiden ist es voll bewusst, dass wir ein ganz spezielles Land
zurücklassen werden ein Land, das uns nebst ihrer einmaligen Kultur noch wahres
Abenteuer vermittelt hat. Als wir in Lae eintreffen, herrscht Weltuntergangsstimmung, als
wolle sich das Wetter unserer eigenen Stimmung anpassen. Der einsetzende heftige
Tropenregen lässt uns ins beste Hotel auf dem Platz flüchten ins Melanesian
dessen Manager uns für drei Nächte den Star-Tarif offeriert, d.h. wir
bezahlen nur Kina 110 pro Nacht, was rd. 32 entspricht.
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Von Henganofi nach Kainantu
- schlängelt sich die Hochlandstrasse
- durch das berüchtigte Kompri Tal,
- wo immer wieder Überfälle stattfinden
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Ukarumpa, das PNG-Haupt-
- quartier der von den Amerikanern
- gegründeten Missionsgesellschaft
- Summer Institute of Linguistic (SIL)
- wird auch Little America genannt
- und liegt im Aiyura Tal, 9km von
- Kainantu entfernt .....
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- 186
..... Es ist ein eingezäuntes Dorf
- gebaut im westlichen Stil. Ziel der SIL
- ist, u.a. die Bibel in möglichst viele
- Sprachen der Welt zu übersetzen (bisher
- in PNG rund 170). Von den weltweit
- existierenden 6'912 Sprachen werden allein
- 820 in Papua Neuguinea gesprochen!
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- 18. Oktober 2010: Es ist ein strahlend blauer heisser Tropentag. Wir sitzen in unserem
komfortablen, klimatisierten Hotelzimmer, draussen biegen sich die Palmen unter der
Seebrise. Auf dem Tisch steht die Flasche australischen Shiraz Rotweins, die uns Shirley
und Chris in Mt. Hagen zum Abschied schenkten und die wir speziell für den heutigen Tag
aufhoben unser 26-jähriges Reisejubiläum, das gleichzeitig auch zum Tag wird, wo
unser LandCruiser in seinen 20. Container gesteckt wird, welches Ziel es auch immer werden
wird: Die Philippinen oder Sri
Lanka!
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Gemüseanbau wird von jeder
- Familie betrieben. Alle sind Selbstver-
- sorger und es gibt in PNG selten
- jemanden mit hungrigem Magen
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Das Upper Ramu Wasserkraftwerk
- Projekt auch Yonki-See genannt
- 23km südlich von Kainantu im Arona Tal
- gelegen, versorgt Lae, Madang und den
- grössten Teil des Hochlandes mit Strom
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Weisse Nebelschwaden
- steigen vom Ramu Tal auf,
- als wir das Hochland verlassen
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Ein letzter Blick von den Eastern
- Highlands in Richtung Ramu Tal und
- der Finisterre Gebirgskette
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.. dann geht es
- über den Kassam Pass
- dem Ramu Tal entgegen
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Während der Ramu Fluss in
- seinem Tal gegen Nordwesten in die
- Provinz Madang fliesst, zieht hier der
- Markham Fluss träge gegen Südosten
- nach Lae in der Morobe Provinz.
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- Für uns ist somit der vorletzte Tag in PNG angebrochen, diesem liebgewonnenen Land, das
wir mit feuchten Augen verlassen werden. Vor unserer Anreise fragten wir uns etwas
zweifelnd: Sind wir eventuell mit unserem Unterfangen doch ein bisschen
verrückt? Heute dürfen wir sagen: Unsere Portion Verrücktheit hat uns
zu einem unvergesslichen Erlebnis verholfen: Das Land hat einen tiefen Eindruck
hinterlassen, und wir werden immer gerne an all die Menschen zurückdenken, die uns mit
der PNG eigenen, unwahrscheinlichen Herzlichkeit begegneten. 1774km sind wir kreuz
und quer durchs Land gekurvt, teils auf miserablen Strassen, teils mit Nervenkitzel was
die Sicherheit anbelangt, aber wir bereuen keinen einzigen davon!
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So werden wir die Menschen
- von PNG in Erinnerung behalten:
- Immer neugierig, immer interessiert,
- aber vor allem unglaublich freundlich!
- Hier bei unserer letzten Tankstelle
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Container-Terminal in der
- Hafenstadt Lae. Es könnte
- kaum exotischer liegen
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Unser 3-monatiger Aufenthalt in
- Papua Neuguinea ist zu Ende. Am
- 18. Oktober 2010 zufällig an unserem
- 26. Reisejubiläums-Tag wird unser LandCruiser im Hafen von Lae in seinen
- 20. Container verpackt und nach
- Subic Bay in den Philippinen geschickt
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- Weitere Webseiten aus Papua Neuguinea:
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- Zeitungsartikel über uns in Papua Neuguinea:
- Artikel: "26-year journey
around the world", Tageszeitung "The National"
- 20. August 2010
- Artikel: "Travelling
the world none-stop for 26 years", Tageszeitung "The
National" - 21. Oktober 2010
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